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Die Kirche St. Jakob bei Neumarkt
Am Mitterberg, wenige Kilometer westlich von Neumarkt in der Steiermark haben sich in ländlicher Abgeschiedenheit die Reste einer kleinen romanischen Kirche erhalten. Nachdem die Kirche, die zum in der Romanik sehr verbreiterten Typus der „Eigenkirche“ zu zählen ist, unter Josef II, im Jahre 1787 säkularisiert worden war, verfiel sie zusehends und wurde im Jahre 1849 bereits als ruinös bezeichnet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Kirche als Heustadel genutzt, und nachdem Mitte der sechziger Jahre die Westwand einstürzte, waren die alten Mauern schutzlos der Witterung ausgesetzt.
Am Ende des vorigen Jahrhunderts war von der klaren Form der romanischen Kirche nur noch eine romantische Ruine übrig geblieben.
Im Sommer 2002 wurde die Kirchenruine an die Gemeinnützige Österreichische Baukultur Privatstiftung übergeben. Die
In wenigen Jahren sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein, und die Kirche wieder als spiritueller Ort erlebbar werden.
Besondere kunstgeschichtliche Bedeutung haben die teilweise relativ gut erhaltenen originalen Fresken in der Jakobskirche. An der Westseite des Chores sind um den Triumphbogen noch Reste der malerischen Komposition erhalten geblieben. Erkennbar sind fünf Figuren, davon drei mit Attributen ausgestattete Heiligenfiguren, die zur Mitte hin orientiert sind. Bei der Darstellung im Zentrum handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um die thronende Maria. Im Scheitel der Triumphbogenleibung ist Christus dargestellt, die rechte Hand im Segnungsgestus, die linke mit dem Buch erhoben. Flankiert wird er von Leitern mit auf- und absteigenden Engeln. Im Marburger Bilderarchiv finden sich seltene Aufahmen, welche Aufnahmen der Fresken aus dem Jahre 1943 zeigen. Hier finden Sie diese im Detail dargestellt. Ein weiterer Kopf, im unteren Bereich der Triumphbogenleibung stellt den träumenden Jakobus dar. Dieses Thema aus der Genesis berichtet vom Traum Jakobs: „Und er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe der Herr stand oben und sprach.“Die Sicherung des mittelalterlichen Raumes in seiner exklusiven Originalität und der spärlichen Reste großartiger mittelalterlicher Wandmalerei ist von großer Dringlichkeit und für die kommenden Jahre geplant.
Aufgrund von Ähnlichkeiten mit anderen keltischen Kultplätzen liegt die Vermutung nahe, dass sich hier ein keltisches Quellheiligtum befunden hatte. Die Topographie des Ortes, ein Hügel zwischen zwei Quellen deutet darauf hin.
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Hinsichtlich der Bauforschung wurden umfangreiche Untersuchungen durch den Verein der Baukulturstiftung sowie das Bundesdenkmalamt durchgeführt. Einen umfangreichen Bericht finden sie hier.
Beitrag zu den Fresken der Kirche.
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