Kulturerbe - Mythos Jakobsleiter

 

Besondere kunstgeschichtliche Bedeutung haben die teilweise relativ gut erhaltenen originalen Fresken in der Jakobskirche. An der Westseite des Chores sind um den Triumphbogen noch Reste der malerischen Komposition erhalten geblieben. Erkennbar sind fünf Figuren, davon drei mit Attributen ausgestattete Heiligenfiguren, die zur Mitte hin orientiert sind.

 

Ein weiterer Kopf, im unteren Bereich der Triumphbogenleibung stellt den träumenden Jakobus dar. Dieses Thema aus der Genesis berichtet vom Traum Jakobs: "Und er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder. Und siehe der Herr stand oben und sprach."

 

Kraftort im Heute

 

Die Sicherung des mittelalterlichen Raumes in seiner exklusiven Originalität und der spärlichen Reste großartiger mittelalterlicher Wandmalerei ist von großer Dringlichkeit und für die kommenden Jahre geplant. Legenden erzählen von einem keltischen Quellheiligtum (die Topographie des Ortes, Hügel zwischen zwei Quellen, deutet sehr darauf hin), das später in einen christlich geweihten Ort umgewandelt wurde.

 

Geplant ist, dass die ehemalige Kirche als kultureller und spiritueller Erlebnisraum genutzt wird. Dazu wird nicht zuletzt die Jakobsgeschichte und -tradition beitragen, die wir in einer Renaissance des Pilgerwegs nach Santiago de Compostella (Jakobsweg) sowie in der Wiederentdeckung vieler christlich-orthodoxer Traditionen (der Berg Athos versteht sich z.B. als irdische Jakobsleiter) erkennen.

 

Dank

 

An dieser Stelle möchten wir uns für die Unterstützung des Altbürgermeisters von St. Marein bei Neumarkt, Herrn Max Stölzl, sowie bei allen tatkräftigen Helferinnen und Helfern besonders bedanken.

© 2014, Gemeinnützige Österreichische Baukulturstiftung