Historie und Ziel

 

Die Gemeinnützige Österreichische Baukultur Privatstiftung wurde im Rahmen eines Notariatsaktes am 21. Juni 2000 in Graz gegründet. Am 18. September 2001 wurde durch das Landesgericht für Zivilrechtsachen in Graz die Eintragung als gemeinnützige Stiftung in das Firmenbuch anerkannt, und der Stiftung die Firmenbuchnummer FN 211651 b zugewiesen.

 

Wie in der Stiftungsurkunde festgehalten, ist der Zweck der Stiftung die Erhaltung und Verwaltung historisch bedeutender Baudenkmäler im Sinne einer gemeinnützigen Begünstigung der Allgemeinheit: Die Pflege unseres baukulturellen Erbes.

 

Dieser offiziellen Gründung war eine mehrjährige intensive Beschäftigung mit dem Privatstiftungswesen in Österreich und eine gründliche Auseinandersetzung mit der Struktur und der Organisation des National Trust in England vorangegangen. Das englische Vorbild zeigt, dass eine in der Gesellschaft gut verankerte gemeinnützige Privatstiftung ein sehr geeignetes und leistungsfähiges Instrument zur Bewerkstelligung derartiger Aufgaben darstellt, und unabhängig von den oft wechselnden Interessen des Staates, von Änderungen in der Steuergesetzgebung, diversen Regierungsformen, von Bedrohungen des Landes durch Weltkriege und Weltwirtschaftskrisen und dem Zusammenbruch eines Weltreiches in der Lage ist, die Erhaltung der ihr anvertrauten Kulturgüter sicherzustellen, und ohne Beeinträchtigung der Substanz für kommende Zeiten zu bewahren.

 

Die Gemeinnützige Österreichische Baukultur Privatstiftung ist als bundesweite Organisation konzipiert, die sich im gesamten Gebiet der Republik Österreich, aufbauend auf der finanziellen Unterstützung interessierter Förderer und dem Einsatz freiwilliger Helfer, der Erhaltung und Pflege jener Kulturdenkmäler widmet, die durch widrige Umstände von Verfall oder Zerstörung bedroht sind, und von der Stiftung übernommen werden. Somit tritt die Gemeinnützige Österreichische Baukultur Privatstiftung nicht in Konkurrenz zu den bedeutenden Kulturgütern, die sich im Eigentum der Kirchen, des Staates, der Länder oder im Eigentum vieler engagierter Privatpersonen befinden und hervorragend geführt und erhalten werden, sondern versteht sich als Bewahrer jener Kulturdenkmäler, die ohne die Übernahme durch eine derartige Institution, unweigerlich vom Verfall bedroht wären, da die ursprünglichen Eigentümer - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr in der Lage sind, eine dauerhafte Erhaltung und Pflege zu garantieren.

 

Die Baukulturstiftung wird durch Beiträge der Mitglieder des Unterstützungsvereins, durch Spenden von Privaten, von Firmen und durch projektbezogene Förderungen von öffentlichen Stellen finanziert. Die Mittel werden ausschließlich für Erforschung und Restaurierung ihrer Objekte verwendet.

 

Das Ziel ist die Rettung dieser Gebäude durch Instandsetzung und sanfte Nutzung ohne gravierende Änderungen an der Substanz, sonst sind diese Bauwerke für immer verschwunden und damit die Kultur vergangener Jahrhunderte.